Mobiles Internet mit dem Handy
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, unterwegs mit Information versorgt zu werden. Zum einen kann man sich mittlerweile für wenig Geld ein Handy mit UMTS und mit Bluetooth Zugang kaufen. Hier gibt es 2 Varianten, zum einen die Schokoladenriegel Handys. Diese entsprechen dem Standard Handy für die Hemdtasche. Bei diesen Handys ist das mobile Surfen dem Telefonieren untergeordnet, ein "Nice to Have" Feature. Einige Dinge können aber auch schon mit solchen Geräten erledigt werden - namentlich das Lesen und Beantworten von E-Mails gelingt auch mit den schmalen Handys. Der limitierende Faktor bei diesen Handys ist allerdings das Display, man kann beim besten Willen keinen vollständigen Bildschirm auf diesen Handys unterbringen. Dafür kann man auch mal kurz in einer Opernpause das kleine Gerät zücken und - ohne dass es die Begleitung merkt - kurz schauen, was die Kunden in der weiten Welt so treiben. Hilfreich sind hier Browser, die die Anzeige Optimieren. Der Opera in den Versionen Mini und Mobile ist hier mittlerweile Standard geworden. Technisch muss das Handy nur eine Vorraussetzung erfüllen - es muss GPRS unterstützten. UMTS basiert übrigens auf GPRS, es ist nur schneller.
Wenn man größere Ansprüche an die Übersichtlichkeit hat, dann empfiehlt sich ein Smartphone. Smartphones zeichnen sich durch ein größeres Display und oft eine mehr oder weniger taugliche Tastatur aus. Smartphones stehen im Produktdesign zwischen den kleinen Netbooks und den Schokoladenriegel Handys.
Oft sind diese Produkte allerdings nichts halbes und nichts ganzes. Sie sind als Handy relativ groß und unhandlich. Man hat im Prinzip vom Ausmaß wieder den guten alten Knochen von vor 10 Jahren im Sakko. Gleichzeitig kann man auch auf den größten Handys wie zum Beispiel den Nokia 9000er Reihe immer noch nicht mit 10 Fingern schreiben. Man merkt bei dieser Geräteklasse viel mehr als bei den kleineren Brüdern das limitierende des mobilen Internets. Zwar kann man mit 360 kb/s in der Theorie surfen, die Geschwindigkeit liegt aber in der Praxis immer unter dem theoretischen Wert. Viele Landstriche sind nicht mit UMTS versorgt, man muss sich dann mit dem langsameren Datenübertragungsstandard begnügen. Das reicht sicherlich für Google und Wikipedia aus, für größere Multimedia Anwendungen sind auch die teuersten Geräte ungeeignet. Trotzdem erleichtern die Smartphones das Leben ungemein, man kann Bahnpläne Online sehen und Adressen überall abrufen. Wiki, Google, Mail und Reiseinfos sind wohl die unschlagbaren Killeranwendungen für das mobile Netz.
Die Netbooks, mache sagen, das wären im Prinzip aufgeblasene Smartphones, sind dann die logische Weiterentwicklung der Internet Handys. Netbooks sind optimiert auf die Wünsche des mobilen Users. UMTS wird flankiert mit WIFI und Bluetooth - ein Netbook erstrahlt also in allen Farben. Die Tastaturen sind auf 10 Fingersystem ausgelegt und der Bildschirm zeigt Farben vollständig an. Gleichzeitig reicht die Batterie der meisten Netbooks für fast 8 Stunden.
Am wichtigsten ist das Gewicht und das Ausmass. Netbooks passen in eine größere Umhängetasche hinein und belasten mit einem Kilo Gewicht kaum das Rückgrat. Die laufen ohne Festplatte und unter den Standardbetriebssysteme XP oder Linux. Mit diesen Geräten wurde dann endgültig das Versprechen des Internets eingelöst - Internet Anytime Anywhere.